Praxis für osteopathische Medizin
Claudia Hafen

Osteopathie – die ganzheitliche Diagnose- und Behandlungsmethode

Ihr Körper ist von Kopf bis Fuss mit einem Netzwerk aus Knochen, Muskeln, Bindegewebe, Blutgefässen usw. verbunden. Alles stützt und schützt sich gegenseitig, hält Ihren Körper zusammen und macht ihn stabil und gleichzeitig beweglich. Alle Zellen und Fasern sind direkt oder indirekt miteinander verbunden. Jede Veränderung hat Auswirkungen auf den ganzen Körper. Er ist eine dynamische Einheit!
Diese ganzheitliche Sichtweise ist eine wichtige Grundlage der osteopathischen Medizin. So kann z.B. eine unfallbedingte Fehlstellung im Fuss zu einer Bewegungseinschränkung und zu Schmerzen im Schulterbereich führen. Deshalb werden in der Osteopathie nicht einfach die Symptome behandelt, sondern zuerst eingehend nach deren Ursachen gesucht. Und weil Ihr Körper immer selbst das ideale Gleichgewicht anstrebt, benötigt er nur die gezielt richtigen Impulse, um seine Selbstregulation in Gang zu setzen.
Das ist die Kunst der Osteopathie!

Osteopathie – sanfte Behandlung mit den Händen

Ihre Therapie beginnt mit einer ausführlichen Befragung und einer sorgfältigen Untersuchung Ihres Körpers. Mit den Händen wird die Beschaffenheit des Netzwerkes in Ihrem Körper ertastet. Die Beweglichkeit, Elastizität und Biegsamkeit von Knochen und Geweben werden beurteilt und nach Einschränkungen abgesucht.

Erst wenn die versteckten Bewegungsverluste, die zu Ihren Beschwerden führen, gefunden wurden, beginnt die Behandlung. Mit kurzen, gezielten und schmerzfreien Impulsen wird das betroffene Gewebe angeregt, wieder seine ursprüngliche Grundspannung anzunehmen. Die Anzahl Behandlungen hängt von der Dauer und Komplexität Ihrer Beschwerden und deren Ursachen ab.

Wann ist Osteopathie sinnvoll und für wen?

Osteopathische Medizin kann bei allen heilbaren Funktionsstörungen (Bewegungseinschränkungen, Organstörungen usw.) eingesetzt werden. Akuterkrankungen wie Knochenbrüche, Herzinfarkte, Tumore, Infektionen und psychische Erkrankungen gehören nicht zum unmittelbaren Einsatzbereich dieser Therapie. Eine begleitende osteopathische Behandlung kann durchaus unterstützend oder vorbeugend sein.
Menschen jeden Alters und jeder Konstitution können mit Osteopathie erfolgreich therapiert werden. Ganz besonders bei Babys und Kindern kann der Bewegungsapparat während des Wachstums dauerhaft unterstützt werden. Älteren Menschen hilft die Osteopathie ihre Mobilität zu erhalten und Schmerzen zu lindern.

Ausbildung und Anerkennung der Osteopathie

Osteopathie ist ein Fachhochschul-Studium mit Masterabschluss. Osteopathinnen und Osteopathen sind als Gesundheitsfachpersonen gesetzlich anerkannt. Die Berufsausübungsbewilligung wird aufgrund des Interkantonalen Diploms der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) erteilt.

Die Osteopathie ist als Komplementärmedizin durch die Zusatzversicherungen anerkannt. Für osteopathische Behandlungen sind keine ärztlichen Verordnungen nötig.

LMO – Lien Mécanique Ostéopathique

(bedeutet wörtlich übersetzt: „mechanische osteopathische Vernetzung“)

LMO ist eine eigenständige, ganzheitliche und differenzierte osteopathische Diagnose- und Behandlungsmethode, die in meiner Praxis angewendet wird. Hier eine kurze Beschreibung von LMO:

Beschwerden durch Bewegungsverlust

Überlastungen im Gewebe durch Verletzung oder Fehlstel­lung führen zu Elastizitätsverlust und damit zu Bewegungsverlust. Die angrenzenden Gewebestrukturen versuchen diese Einschränkungen zu kompensieren. Das führt zu einer Kettenreaktion, so dass die Beschwerden meist nicht mehr dort wahrgenommen werden, wo sie entstanden sind. Dazu kommt, dass die Beschwerden oft erst etliche Zeit nach dem verursachenden Ereignis auftreten.

Ganzheitliche, ursachenorientierte Methode

Unabhängig welche Beschwerden Sie haben oder ob Sie für eine Erst- oder Folgebehandlung angemeldet sind, es wird immer Ihr ganzer Körper nach verstecktem Bewegungsverlust untersucht. Mit der Methode LMO können die tatsächlichen Ursachen von Beschwerden, also der Ausgangspunkt der Kettenreaktion gefunden werden. Nebst spezifischen Weiterbildungen erfordert diese Methode von Osteopathen sehr gute anatomische Kenntnisse, viel Sensibilität und vor allem die Bereitschaft, sich ganz auf die Körpersignale der Patienten einzulassen.

Strukturierte, systematische Untersuchung

Mit rund 350 definierten Druck- und Zugtests wird Ihr ganzer Körper systematisch mit den Händen abgetastet. In acht definierten funktionellen Körpereinheiten wird die Bewegungsstruktur von Bindegewebe, Knochen, Bändern, Sehnen, Organen usw. untersucht.

Kurze, schmerzfreie Behandlung

In einer Therapiesitzung wird rund 80% der Zeit für das Auffinden der Ursache/n aufgewendet. Je genauer die Ursache eines Bewegungsverlustes definiert werden kann, desto wirkungsvoller ist die Behandlung. Bei der Behandlung wird das überlastete Gewebe mit präzisen schmerzfreien Druck-/Zugimpulsen in die eingeschränkte Richtung zur Rückkehr in die natürliche Elastizität angeregt.

Ziel der Behandlung nach der Methode LMO ist, dass kein ertastbarer Bewegungsverlust zurückbleibt und Sie so von Ihren Beschwerden befreit oder erleichtert sind.

Was kostet eine osteopathische Behandlung?

Die osteopathische Behandlung wird gemäss Tarif 590 der Komplementärmedizin verrechnet.

Die Krankenzusatzversicherung übernimmt die Behandlungskosten oder beteiligt sich daran. Informieren Sie sich bei ihrer Versicherung über ihre Deckung. Sie bezahlen jede Behandlung direkt in bar, mit EC- oder Postcard. Den Rückforderungsbeleg reichen Sie bei ihrer Zusatzversicherung ein.